Niederschrift zur Jahreshauptversammlung des Sondervereins der Züchter des Niederrheiner- und Zwerg-Niederrheiner-Huhnes am Sonntag den 19.09.2020 in Frankenau

Top 1 Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Um 10.30 eröffnete der 1. Vors. Horst Fuhrmann die JHV und begrüßte die 22 anwesenden Mitglieder. Besonders begrüßte er die Ausrichter der JHV samt Tierbesprechung, die Zuchtfreunde aus Frankenau. Da die Tagesordnung allen Mitgliedern per Post zugegangen war, gab es keine Einwände gegen die Beschlussfähigkeit. Auch die Tagesordnung wurde in der vorliegenden Form genehmigt. Entschuldigt waren die Mitglieder Josef Schöne und Laurenz Krieger.

 

Top 2 Gedenken verstorbener Mitglieder

Die anwesenden Mitglieder erhoben sich von den Plätzen und gedachten der verstorbenen Mitglieder, die uns im letzten Jahr verlassen haben, insbesondere an Johann Melle, Günther Bornemann, Karl Heinz Frank, Walter Schmid, Peter Merz und Anselm Bachmann.

 

Top 3 Verlesen der letzten Niederschrift

Auf das Verlesen der Niederschrift wurde durch Abstimmung verzichtet, da sie allen mit dem Rundschreiben zugegangen war. Sie wurde einstimmig so angenommen.

 

Top 4 Bericht des 1. Vorsitzenden

Die Mitgliederentwicklung im letzten Jahr: Wir konnten zwei Neuzugänge für große Niederrheiner verbuchen und einen für Zwerge, 5 Mitglieder sind ausgetreten und 6 Mitglieder verstorben. Wir haben zurzeit einen Mitgliederbestand von 107 Zuchtfreunden. Unsere Sonderschauen in Hamm, Hannover, Leipzig und HSS Frankenau, wurden mit 306 großen und 452 Zwerg-Niederrheinern beschickt. Insgesamt also 758 Tiere. Ein erfreulicher kleiner Aufwärtstrend.

Folgende Züchter konnten große Preise erringen:

HSS Frankenau

SS Hamm

Nationale Hannover Bundessiegerschau

Den Gewinnern der großen Preise gratulierte er zu ihrem Erfolg und dankte gleichzeitig den SR für Ihren richtungsweisenden und wohlwollenden Einsatz.

                                                           

Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich der 1. Vors. bei den Mitgliedern und seinen Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit und wünschte allen ein erfolgreiches Ausstellungsjahr 2020, soweit es denn stattfindet.

Top 6 Bericht der Kassenprüfer

Die Kassenprüfer Horst Küthe und Hans Wilhelm Deitmar lobten die geordnete und übersichtlich geführte Kassenführung. Jeder Beleg vorhanden, sowie alle Einnahmen und Ausgaben nachvollziehbar.

 

Top 7 Bericht des Zuchtwartes

Da Gerd Roth aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte verlas Hans Trinkl den ausführlichen Bericht des Zuchtwartes, der den aktuellen Zuchtstand der einzelnen Farbschläge genau schilderte.

                                              

Top 8 Entlastung des Kassiers und des Gesamtvorstandes

Hans Wilhelm Deitmar stellte den Antrag zur Entlastung des Kassiers und des Gesamtvorstandes. Dies erfolgte einstimmig.

 

Top 9 Turnusmäßige Wahlen

Als erster Kassier wurde Hans Martin Schäfer (auf Wunsch für 2 Jahre) einstimmig in seinem Amt bestätigt, und als zweiter Kassier Karl Heinz Lüdde. Das bewährte Team aus Frankenau.

Kassenprüfer

Es wurden einstimmig, Michael Bornemann und Horst Küthe in dieses Amt gewählt. Ersatz Stefan Hackermeier.

 

Top 10+11 HSS+ Goldener Siegerring in Hannover

Wegen des Siegerringes wird keine extra Hauptsonderschau abgehalten. Es ist aber angedacht, die Großen außen um die Zwerge zu präsentieren.

Nach langer Diskussion wurde beschlossen den Standgeldzuschuss auf 1,50€ pro gemeldetem Tier (EINMALIG) zu erhöhen. Pro Preisrichter stellt der SV zusätzlich zu den Preisen der Ausstellungsleitung 2 SV Bänder zur Verfügung.

 

Top 12 Sonderschauen und Hauptsonderschau 2021

Da es sich in den letzten Jahren bewährt hat die Termine im Vorfeld mit den Sonderrichtern abzusprechen und der Mitgliederversammlung, dann im Packet vorzuschlagen, wurde auch dieses Mal der geplante Einsatz der SR ohne Gegenstimme angenommen.

Top 13 Sommertagung 2021

Findet bei Fam Meyer Sittensen statt

                                  

Top 14 Sommertagung 2022

Findet bei Herbert Bross und Simone Schmidt in BW/ Schaffhausen statt

                                                          

Top 15 Anträge

Es sind keine bis zum angegebenen Termin, beim 1. Vorsitzenden eingegangen.

 

Top 18 Verschiedenes

Hans Trinkl meldet sich zu Wort und spricht das leidige Thema der noch fehlenden Homepage des SV an. Seit Jahren kommen wir hier nicht weiter und das sollte in der heutigen Zeit doch ein absolutes MUSS sein. Wie und wo sollen sich neue Züchter oder Liebhaber der Rasse informieren oder an Zuchtmaterial gelangen.

Erkundigungen im Vorfeld haben ergeben, dass die Neuerstellung einer Homepage ca. 1000 € kosten würde. Ohne große Diskussion wurde Hans Trinkl einstimmig dazu ermächtigt, das zu übernehmen.

 

Pünktlich um 12.00 Uhr beendete der 1. Vorsitzende die Versammlung und lud nach dem Mittagessen zur Tierbesprechung durch die anwesenden SR im Freien ein. Auch bedankte er sich für die zahlreiche Teilnahme und wünschte allen einen guten Heimweg.

 

Hans Trinkl, 1. Schriftführer

Niederrheiner und Zwerg-Niederrheiner

Ausstellungssaison 2019

Insgesamt wurden auf der HSS und auf den SS im letzten Ausstellungsjahr 751 Niederrheiner und Zwerg-Niederrheiner ausgestellt. Alleine zur HSS bei unseren Freunden in Frankenau meldeten 25 SV-Mitglieder 309 Tiere. Zur SS in Hamm waren es 89, in Leipzig 223 und in Hannover 131 Meldungen. Insgesamt ein zufriedenstellender Trend, allerdings war bei den Zwergen insbesondere in Hannover eine Zurückhaltung der Züchter feststellbar. Offensichtlich im Hinblick auf den Wettbewerb um den Goldenen Siegerring 2020 anlässlich der Deutschen Junggeflügelschau Hannover. Nachstehend Anmerkungen zum Qualitätsstand der einzelnen Farbenschläge.

 Niederrheiner, blausperber: zu den vorerwähnten Sonderschauen wurden 118 Tiere gemeldet. Der sich in den letzten Jahren einschleichende Abwärtstrend hinsichtlich der Beschickungszahlen hat sich wieder gewendet. Auch lässt die Qualität keine großen Wünsche offen. Bei den Hähnen durfte bei einem Viertel der gezeigten Tiere die Schwanzpartie wesentlich geschlossener sein. Seit der Anerkennung als „Blaues Masthuhn“ im Jahr 1941 weisen die Herren SR auf Großschauen darauf hin, dennoch ist dieser Trend zu schräg stehenden Steuerfedern immer noch nicht gänzlich abgestellt. Aber es ist nicht mehr so gravierend wie im diesbezüglichen Horrorjahr 1967. Damals waren sämtliche Hähne davon betroffen und der Zuchtausschuss war genötigt, sich bei den SV-Verantwortlichen zu melden. Es ist sehr darauf zu achten, dass die Steuerfedern bei den Zuchthennen wie „betende Hände“ gestaltet sind. Bei den Hennen hat sich wieder eine einheitliche graublaue Grundfarbe eingestellt und viele besitzen die rassetypische ansteigende Rückenlinie. Zu kurze und hohlrunde Hennen werden mit Punktabzug versehen, desgleichen auch zu lange Rückenpartien. Manchmal dürften Hennen mit prima Farbe und Rückenlinie vom Gewicht und der Größe her noch zulegen. Zu dunkel angelaufene Beine möchten wir bei den Blausperber auch nicht gerne sehen. Hamm: V 97 EB, HV 96 KVE u. dreimal Sg 95 E Herbert Bross. Frankenau: V 97 Niederrheinerband Georg Ermer, HV 96 E Stefan Meier. Lipsia: V 97 EB Andreas Wesemeyer, HV 96 SG Herbert Bross. Hannover: V 97 MB u. V 97 E sowie zweimal HV 96 E Herbert Bross, HV 96 E Andreas Wesemeyer. Jugendgruppe Hannover: HV 96 MB ZG Wesemeyer.

 16 Kennsperber lassen wieder hoffen. Das Körpervolumen darf bei beiden Geschlechtern noch zunehmen. Die Mehrzahl beiderlei Geschlechts hatte beachtliche Rückenlinien. Die Hähne dürfen farblich im Schmuckgefieder nicht mehr heller werden, während die flockenartig verteilte Sperberung im Mantelgefieder der Hennen zumeist gezeigt wurde, hier stimmte die Grundfarbe. Frankenau: V 97 E ZG Schäfer. Lipsia: zweimal Sg 95 E Olaf Hartleib.

 62 Gelbsperber dominierten mit richtiger Größe und sehr guten Formen. Mit 27 Meldungen in Frankenau sogar 8  Tiere mehr als beim Hauptfarbenschlag  Blausperber!  Hier engagieren sich gleich mehrere Züchter und der Erfolg stellt sich ein. Manches prächtige Formentier erreichte wegen fehlender Gelbsperberung im Bereich Brust und Schenkel keine hohe Note. Die Grundfarbe stimmt, darf aber in beiden Geschlechtern nicht heller werden. Frankenau: V 97 SE u. zweimal HV 96 E  Markus Glaser. Lipsia: V 97 LB u. zweimal HV 96 LT Markus Glaser. Hannover: V 97 BB, V 97 E u. zweimal HV 96 E Markus Glaser.

 Birkenfarbige waren mit 69 Meldungen vertreten. Hier wird deutlich, dass eine führende Zucht auch die Mitwettbewerber anspornt. In Leipzig standen die Käfigreihen der Hähne an einem breiten Durchgang und somit an exponierter Stelle. Sämtliche Hähne „leuchteten“ mit hervorragendem silberweißen Behängen und waren von weitem deutlich erkennbar. Bei näherer Betrachtung war auf allen SS bei fast allen Hähnen ein richtiger zarter Silbersaum im Bereich Kropf/Brust erkennbar. Der Unterschied bezüglich der von den SR vergebenen Qualitätsnoten wurde durch die Rückenlinie bestimmt. Das ist richtungsweisend und hilft den betroffenen Ausstellern bei der Zusammenstellung der Zuchtstämme. Hamm: HV 96 LVP Helmut Eberhard. Frankenau: V 97 SE u. HV 96 E Hans Trinkl. Lipsia: zweimal HV 96 LT u. HV 96 EM Hans Trinkl. Hannover: V 97 SB u. zweimal HV 96 E Hans Trinkl.  

Blaue Niederrheiner sind z.Zt. das größte Sorgenkind. Die Anzahl der bekannten Zuchten ist leider unter einer Hand voll. Leider wurden Blaue 2019 auf führenden Schauen nicht gezeigt.

Erfreulich ist das Meldeergebnis von 36 Niederrheiner des neu  anerkannten Farbenschlags weiß-schwarzcolumbia-gesperbert. Diese Farbe ist mit dem Hinweis auf die Zeichnung der Sussex, weiß-schwarzcolumbia leicht zu erklären. Lediglich die Schaftstrichzeichnung wird durch eine schwarzgraue, tropfenartig angedeutete Sperberung im unteren Drittel des Halsbehanges ersetzt. Dunkelgraue bis schwarze Zeichnung in dem Schwanzgefieder beider Geschlechter und eine dunkelgraue Strichelung im Sattelgefieder der Hähne ist genetisch zusammenhängend. Einige bereits reinweiße Hennen mit Sg-Zeichnung und beachtlicher Form machten auf diesen im BDRG einzig anerkannten Farbenschlag aufmerksam. Ansonsten ist bei beiden Geschlechtern ein leicht gelber Anflug im Mantelgefieder noch zu verdrängen. Aber auch das wird dem Züchterpaar Simone Schmid und Herbert Bross in Kürze gelingen. Lipsia: HV 96 JB und in Hannover HV 96 SVB Simone Schmid. In der AOC-Klasse eine blau-birkenfarbige Henne mit beachtlicher Grundfarbe und Sg-Halszeichnung von Hans Trinkl mit Sg 95 Z.

In der Klasse Neuzüchtungen standen im Bereich Sichtung 5 vielversprechende Blau-Birkenfarbige von Helmut Eberhard.

 105 gemeldete Zwerg-Niederrheiner blausperber behaupteten sich an zweiter Stelle bei den Zwergen. Die richtige Farbe hat sich durchgesetzt, obwohl nur bei wenigen Hähnen eine nur etwas deutlichere Sperberung in der Schwanzpartie gefordert werden musste. Rein durchgesperberte Schwänze bei den Hähnen dürfen wir jedoch nicht verlangen. Eine deutliche Sperberung  im Schwanz wie z.B. bei den Deutschen Sperber bewirkt bei den Töchtern immer eine grauschwarze Mantelgefiederfarbe, wir wünschen jedoch eine graublaue Mantelgefiederfarbe bei den Hennen. Diese war auf den Sonderschauen im wesentlichen auch vorhanden. Wir gestatten uns den Hinweis, dass besonders bei den Zuchthennen die Kammfahne unbedingt der Nackenlinie folgen muss. Dann erzielen wir auch bei den Hähnen den gewünschten Kopfschmuck mit einer der Nackenlinie folgenden Kammfahne! Hamm: V 97 BDRG Bd. Steffen Hackemeier. Zuchtbuch HV 96 ZBB Fritz-Dieter Hawes. Frankenau:   V 97 NB Horst Fuhrmann, dreimal HV 96 E Karl-Heinz Lüdde, HV 96 E Steffen Hackemeier. Lipsia: V 97 EB, V 97 BLT u. HV 96 LT Karsten Oelrich. Hannover: V 97 BB Mathias Ros, HV 96 E Karsten Oelrich.

23 Kennsperber aus zwei Züchterwerkstätten stellten von der Qualität her einen Lichtblick dar. Beim männlichen Geschlecht akzeptieren wir innerhalb der blaugesperberten Brust- u. Bauchpartie einen gewissen rotbraunen Anflug. Wo soll sonst das dunkle rostrote bis kastanienbraune Mantelgefieder der Töchter herkommen? Die gezeigten Hennen konnten eine flockenartig verteilte Sperberung mit Tupfung auf den Flügeldecken vorweisen. In beiden Geschlechtern bestimmte die richtige Rückenlinie die hohen Qualitätsnoten. V 97 LVP u. V 97 E  von der ZG Schäfer. Lipsia: zweimal Sg 95 E ZG  Hans-Martin Schäfer.

 Mit 116 gemeldeten Zwergen in Gelbsperber haben die wenigsten gerechnet. In Frankenau waren es sogar 59. Hinsichtlich der Niederrheiner-Rückenlinie sind die Züchter dieses aparten Farbenschlags auf dem richtigen Weg. Während die Hähne mit der richtigen hellgelben Grundfarbe punkten konnten, sind die Hennen hier nicht alle einheitlich. Gegen leichte Farbabweichungen im Bereich von Nuancen keine Einwände, jedoch muss dem Trend zu einem sehr dunklen zur Goldfarbe neigendem Gelb Einhalt geboten werden. Leider sichteten wir viele Vertreter beiderlei Geschlechts, die im Brust-, Bauch- und Schenkelbereich keinerlei Gelbsperberung vorweisen konnten. Insbesondere war in diesem Fall bei den Hähnen der Notenkeller angesagt. Ein Hahn mit reingelber Brustfarbe kann keine richtige Gelbsperberung auf seine Töchter vererben!  Weiterhin feststellbar, dass bei Hennen die Federenden im Rücken, in der Brust und im Schenkelbereich eine hellgelbe Säumung besitzen. Das hat mit Gelbsperberung nichts zu tun und sollte tunlichst ausgemerzt werden. Aber Licht folgt dem Schatten und das nicht zu wenig. Sehr viele entsprachen der Erzüchtungsidee und waren für die  Züchterwerkstätten eine sehr gute Werbung. Hamm: HV 96 LVP Manfred Taborowski. Frankenau: V 97 NB u. dreimal HV 96 E Manfred Taborowski! Lipsia: V 97 LB Thomas Usenbenz, HV 96 SG Korbinian Grandl.

 Der bisherige Paradefarbenschlag Birkenfarbig musste sich 2019 mit 99 Meldungen von der Beschickung her mit dem dritten Rang begnügen. Letztes Jahr war die Qualität etwas breit gestreut und für die SR war es durchaus einfach die Spitzentiere herauszufinden. Wichtig ist, dass die im Rücken viel zu kurzen Tiere auf dem Rückzug sind. Insbesondere bei den Hähnen die überwiegende Mehrzahl mit gerader ansteigender Rückenlinie. Manche konnten in der Schwanzpartie eine Idee kürzer sein. Silberweiße Behänge und zarter Brustsaum ist in den meisten Zuchten zum Allgemeingut geworden. Verwaschene Brustzeichnung bei den 1,0 kommt nur noch wenig vor. Die vor drei Jahren festgestellten Schwanzpartien mit stark violettem Anflug gehören der Vergangenheit an. Bei den Zwerghennen wünschten wir häufig noch mehr silberne Halsbehangfarbe. Ist diese leuchtende Halsbehangfarbe vorhanden, besteht die Möglichkeit, dass sich im Rücken eine leichte Säumung einstellt. Hier wurden auf den Bewertungskarten richtungsweisend und mit Fingerspitzengefühl diese leichten Farbfehler in der Rubrik Wünsche eingestuft. Bei den Hennen gibt es hinsichtlich schwarzer Hinterkopfzeichnung kein Pardon und bei fehlendem Kropfsaum auch nicht. Mattes Mantelgefieder sichteten wir so gut wie nicht mehr. Birkenfarbige Hennen mit leuchtender Halsbehangfarbe und satt grünglänzendem Mantelgefieder waren 2019 in der Mehrzahl und für Schaubesucher eine Augenweide. Hamm: V 97 SE, HV 96 LVP u. HV 96 SE Maik Ottofrickenstein. Frankenau V 97 KVE u. dreimal HV 96 E Martin Viermann. HV 96 E Maik Ottofrickenstein. Lipsia: V 97 TB Egon Löffler, HV 96 SG u. HV 96 E Martin Viermann. Hannover: HV 96 SVB Joachim Wittmann.

Wir waren erfreut, dass nach dem Ableben von Günter Bornemann sein Enkel Michael bei den Blauen die Familientradition fortsetzt. Immerhin 18 Meldungen mit von Schau zu Schau wechselnden Spitzentieren konnten sich sehen lassen. Die richtige blaue Gefiederfärbung ist nach wie vor vorhanden, allerdings ist analog zu den Birkenfarbigen darauf zu achten, dass die Rückenpartien nicht zu kurz werden. Frankenau: V 97 E und Lipsia V 97 BLP, HV 96 E Michael Bornemann.

 Von den seltenen Blau-Birkenfarbigen sahen wir nur 13 Tiere in den Käfigen. Feststellbar ist, dass dem Trend zur fast grauen Grundfarbe entgegengewirkt wurde, aber züchterisch ist noch einiges zu tun. Mehr Mitstreiter wären von Vorteil.  Da eine enge Verwandtschaft zu den Birkenfarbigen besteht, ist die Zeichnung nahezu immer einwandfrei. Frankenau: HV 96 E Helmut Eberhard.

 Noch seltener und nur noch in zwei Zuchten vorhanden ist der Farbenschlag Blau-Orangebrüstig. Immerhin freuten wir uns über 1,2 anlässlich der HSS. Diese wurden nachsichtig bewertet und erreichten einen sehr guten Notenschnitt. Im Gegensatz zu dem vorerwähnten Farbenschlag darf das Mantelgefieder der Hennen nicht zum Dunkelblau neigen. Wir erkennen die Erhaltungszucht an  und gratulieren unserem SV-Mitglied Helmut Eberhard zum HV 96 SVE auf eine feine Henne.

Mit 67 Meldungen war der jüngste Farbenschlag der Zwerg-Niederrheiner in Orangebrüstig vertreten. In dieser Ausstellungssaison konnten die Hähne figürlich am besten zusagen. Aber auf die richtige Kropf/Brustsäumung ist weiterhin zu achten. Hier sahen wir oftmals eine verwaschene Brustsäumung, die nicht unserem Schönheitsideal entspricht.  Leider präsentierte sich ein auf der HSS vorbildlicher Formenhahn in Leipzig plötzlich mit flacher Brustpartie und konnte die vorherige Qualitätsnote nicht mehr erreichen. Ob er bei den Hennen zwischengeparkt war und sich austobte, das weiß nur der Züchter. Ansonsten beiderlei Geschlechts eine zusagende grünglänzende Mantelgefiederfarbe. Analog zu den Hähnen fehlte es vielen Hennen an der Kropfsäumung, die manchmal nicht oder nur andeutungsweise vorhanden war. Besonders in Leipzig einige mit kurzer ansteigender sowie fremdartiger Rückenform und relativ zu hohem Stand! Hier war der Notenkeller unumgänglich. Voraussagen ist zwar ein misslich Ding, aber diesem Farbenschlag steht ähnlich wie bei den Birkenfarbigen ein Siegeszug bevor. Frankenau: V 97 NB Horst Küthe, V 97 SE u. HV 96 SE Stefan Mandler. Lipsia: HV 96 LB Winfried Jacob.

Das war die Qualitätsbetrachtung und waren die Spitzenleistungen der Schausaison 2019. Jetzt blicken wir gespannt in Richtung Hannover zum Siegerringwettbewerb der Zwerg-Niederrheiner und erwarten ein hohes Meldeergebnis. Dieser Wettbewerb ist für den Sonderverein das wichtigste Ereignis in diesem neuen Jahrzehnt. Deshalb finden keine weitere HSS oder SS im Jahr 2020 statt.

Gerd Roth

Zuchtwart im SV der Züchter des Niederrheiner- u. Zwerg-Niederrheinerhuhnes